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Existenzgründung und Selbständigkeit

Existenzgründung - der Weg zum eigenen Chef

Viele Menschen träumen davon, einmal ihr eigener Chef zu sein. Dank vieler verschiedener Fördermöglichkeiten und Zuschüsse macht der Staat es ihnen zunehmend leichter. Allerdings sollte vor der Existenzgründung einiges beachtet werden. So muss natürlich die richtige Geschäftsidee gefunden werden und auch die persönlichen Voraussetzungen sollten von Gründern genau überprüft werden. Nicht jeder ist schließlich dazu geboren, sich selbstständig zu machen und sich selbst zu organisieren und zu motivieren. Fehlende Fachkenntnisse, insbesondere im kaufmännischen Bereich, bedeuten für viele Gründer nach wie vor das Aus. Dank umfangreicher Kurse, die von der IHK etwa angeboten werden, können sich Gründer diese Kenntnisse aber sehr gut aneignen.

Außerdem sollten Gründer noch vor der Gründung den Markt beobachten. Sie müssen lernen, ihn einzuschätzen, um zu überprüfen, inwieweit die eigene Geschäftsidee Erfolg haben kann. Auch in Bezug auf die mögliche Preisgestaltung ist eine sehr gute Kenntnis des Marktes ratsam. Denn letztlich bestimmen stets Angebot und Nachfrage die zu erzielenden Preise.

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Existenzgründung ist das Marketing. Gründer sollten bereits bei der Erstellung eines Businessplans, der Voraussetzung für viele Zuschüsse und Fördermittel ist, eine Marketing-Strategie entwickeln und diese auch festhalten.

 

 

Finanzierungsfragen klären

Bei vielen der modernen Gründungen sind finanzielle Mittel nicht mehr unbedingt nötig. Gerade Kleinstunternehmer, die im Bereich Internet eine Existenzgründung anstreben, werden neben dem PC und diversen Softwares kaum zusätzlichen Kapitalbedarf aufweisen. Anders sieht es bei industriellen Gründungen aus, wo Maschinen und Räumlichkeiten benötigt werden.

Egal, welche Form der Gründung geplant ist, eine gründliche Überprüfung der Finanzierungsmöglichkeiten ist immer von besonderer Bedeutung. Denn gerade in den ersten Wochen und Monaten einer Gründung werden kaum Kunden und Aufträge vorhanden sein. Das heißt, es kommt kein Geld herein. Dennoch müssen laufende Kosten für Miete, Telefon, Strom und Co. getragen werden. Ein gewisses finanzielles Polster sollte also stets vorhanden sein, wenn es um die Gründung des eigenen Unternehmens geht.

Mögliche Zuschüsse, die etwa bei Gründungen aus der Arbeitslosigkeit heraus gewährt werden, sollten deshalb unbedingt in Anspruch genommen werden. Hierbei ist auf die rechtzeitige Beantragung zu achten, da ansonsten der Anspruch auf diese Zuschüsse entfällt.

 

 

Die richtige Rechtsform

Ebenfalls sollten sich Gründer über die verschiedenen Rechtsformen informieren. Neben der GmbH gibt es auch das Einzelunternehmen. Nicht jede Firma muss als Gewerbebetrieb agieren. Vielmehr kommt es darauf an, welche Tätigkeiten ausgeführt werden. In Frage kommt dann unter Umständen auch eine freiberufliche Tätigkeit. Diese hat den Vorteil, dass selbst bei hohen Gewinnen keine Gewerbesteuer zu zahlen ist.

Zudem sollten Gründer überprüfen, ob sie bereits von Anfang an umsatzsteuerpflichtig sein wollen. Sinnvoll ist dies natürlich, wenn teure Anschaffungen ins Haus stehen, denn die gezahlte Umsatzsteuer kann dann verrechnet und womöglich vom Finanzamt zurück gefordert werden.